Neubau Feuerwehr Kirbachtal

Wettbewerb
© Architektur: larob. studio für architektur mit gessweinlandschaftsarchitekten


Der Entwurf für das neue Feuerwehrhaus Kirbachtal versteht sich als ruhiger, landschaftlich eingebundener Holzbau, der seine besondere Lage am Übergang zwischen Kulturlandschaft, Verkehrsraum und dem Ensemble der Bromberghöfe ernst nimmt. Nicht als lauter Solitär, sondern als Weiterentwicklung ländlicher Bautypologien fügt sich der Baukörper selbstverständlich in den Hang ein. Die Architektur setzt auf Klarheit, Robustheit und Einfachheit – Qualitäten, die nicht nur dem funktionalen Anspruch eines Feuerwehrhauses entsprechen, sondern auch dem landschaftlichen Charakter des Kirbachtals gerecht werden.
Die besondere Lage des Grundstücks prägt den gesamten Entwurf. Der Baukörper orientiert sich als linearer, eingeschossiger Holzbau entlang der Hangkante und greift damit eine vertraute Formensprache der Region auf: lang gestreckte Scheunen und Wirtschaftsbauten, die pragmatisch und unprätentiös im Gelände stehen. Dieser Gedanke wird bewusst weiterentwickelt – nicht als Kopie, sondern als zeitgenössische Übersetzung eines ländlichen Archetyps. Zur L1110 hin öffnet sich das Gebäude mit einer klaren Adresse: Die Fahrzeughalle liegt exakt auf Straßenniveau und bildet die Einsatzfront. Die klare Fassadengliederung und großen Tore vermitteln Funktionalität, Präsenz und Einsatzbereitschaft. In die entgegengesetzte Richtung – und damit ins offene Feld orientiert – zeigt sich das Gebäude von seiner ruhigen, landschaftlich verankerten Seite. Großzügige Verglasungen verbinden die Verwaltung und den Schulungsbereich mit der Weite des Kirbachtals. Der leicht auskragende Dachrand verschattet die Fassade, verleiht dem Gebäude Leichtigkeit und betont die Horizontale des Baukörpers.

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